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Dissertationen



Jürgen Schwille: Dokumenten- und Prozeßmodelle für die Software-Verwaltung


Anschrift:
Fakultät Informatik
Lehrstuhl Prof. Dr. J. Ludewig
70565 Stuttgart
1. Gutachter:
Prof. Dr. J. Ludewig
2. Gutachter:
Prof. Dr. E. Plödereder
Datum des Rigorosums:
21.4.1995

Zusammenfassung:

(Erschienen im Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 1995, ISBN 3-86064-326-6.)

In einem Software-Projekt entsteht eine riesige Zahl verschiedenartiger Informationen. Festgehalten werden diese Informationen in Dokumenten. Solche Dokumente zu verwalten ist Aufgabe der Software-Verwaltung (Software Configuration Management). Die Software-Verwaltung muß die Inhalte von Projektdokumenten aufnehmen und die

wichtigsten Merkmale dieser Dokumente kennen. Für die Software-Verwaltung sind Merkmale wie Name, Erstellungsdatum und Autor eines Dokuments interessant. Die Software-Verwaltung ist die zentrale Informationsquelle in der Software-Entwicklung.

Bedingt durch die riesige Zahl von Projektinformationen kann die Software-Verwaltung nicht alle in einem Projekt entstehenden Informationen sammeln. Die Software-Verwaltung muß also zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheiden. Hierfür werden in der vorliegenden Arbeit Modelle verwendet. Ein solches Modell gibt an, welche Informationen die Software-Verwaltung aufnehmen soll. Die Dissertation definiert für diesen Zweck eine Modellnotation, basierend auf dem bewährten Entity-Relationship-Ansatz. Außerdem zeigt die Arbeit ein Fülle von Modellen, mit denen alle für die Software- Verwaltung wichtigen Informationen eines Software-Projekts erfaßt werden können. Diese Modelle sind projektunabhängig bzw. auf spezifische Klassen von Projekten zugeschnitten.

Diese Modelle beschreiben nicht nur Projektergebnisse (in Form von Dokumenten), sondern geben auch Auskunft über die Abläufe eines Software-Projekts. Diese Kombination von Zustandsinformationen und Ablaufinformationen erlaubt, ein Software-Projekt detailgetreu festzuhalten. Die bisherigen Arbeiten im Bereich Software-Verwaltung beschäftigen sich fast ausschließlich mit der Beschreibung von Zustandsinformationen. Die in der Dissertation beschriebene Integration von Dokumenten- und Prozeßmodellierung mittels eng aufeinander abgestimmten Modelle geht über bisherige Ansätze hinaus.

Die in der Dissertation definierte Modellnotation erlaubt, Dokumente und Prozesse projektspezifisch zu beschreiben. Durch ihren modularen Aufbau können die vorgestellten Modelle problemlos an projektspezifische Gegebenheiten angepaßt werden. Die verwendete Modellnotation ermöglicht neben der Beschreibung struktureller Informationen auch die präzise Formulierung von Randbedingungen in Prädikatenlogik erster Stufe.

Die Dissertation stellt nicht nur Dokumenten- und Prozeßmodelle vor, sondern zeigt auch, wie die Verwendung dieser Modelle durch ein Werkzeug unterstützt werden kann. Das Werkzeug prüft z. B. bei geänderten Dokumentenmerkmalen automatisch alle betroffenen Randbedingungen.





Wolfgang Emmerich: Process-Centred Software Development Environments based on Object Databases


Anschrift:
FB 17 - Praktische Informatik (Softwaretechnik)
Universität -GH- Paderborn
33095 Paderborn
1. Gutachter:
Prof. Dr. W. Schäfer
2. Gutachter:
Prof. Dr. C.Ghezzi
3. Gutachter:
Prof. Dr. U. Kastens
Datum des Rigorosums:
1.9.1995

Zusammenfassung:

The aim of this thesis is to discuss the construction of tools for process-centred software development environments (PSDEs). Our main contribution is the proof that object database systems are a very suitable basis for improving the functionality of software development tools and for integrating them in PSDEs. We set out to prove this hypothesis following engineering principles rather than in an analytic or empiric way. We, therefore, first discuss the functionality that software developers require from tools contained in a PSDE. Starting from these requirements, we take the position of a tool builder and delineate requirements for a database system for document management purposes. We then review how well existing database systems satisfy these requirements. This results in the selection of object database systems as the most promising systems to take. We then propose a tool architecture that is based on object databases. We classify the components of this architecture into components that are common to any tool and thus can be reused and components that vary from tool to tool. We shall see that the most important varying component is the schema of the database. We propose tool specification languages that are capable of describing the tools' schemas as well as the other varying tool components at different levels of abstraction. These different levels of abstraction will provide the tool builder with the flexibility to define arbitrary syntax-directed tools. Then we discuss the construction of tools for the various languages identified above and their integration in GENESIS, an integrated environment for tool specification. After that, we outline the design and the implementation of compilers for our languages that generate executable tools. Finally, we evaluate the approach suggested in this thesis on the basis of two scenarios. These are tools for the GENESIS environment and tools for C++ class library development and maintenance, which we developed for the reuse departement of British Airways.



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