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Dissertationen


Wilhelm Hasselbring: Prototyping Parallel Algorithms in a Set-Oriented Language

Anschrift: Universität Dortmund, Lehrstuhl Informatik 10 (Software-Technologie)

1. Gutachter: Prof. Dr. Ernst-Erich Doberkat (Universität Dortmund)
2. Gutachter: Prof. Dr. Franz Stetter (Universität Mannheim)
Datum der Prüfung: 3.2.1994

Zusammenfassung:

Parallele Programmierung ist konzeptionell schwieriger durchzuführen und zu verstehen als die sequentielle Programmierung, weil sich ein Programmierer bei der parallelen Programmierung oft gleichzeitig auf mehrere Prozesse konzentrieren muß. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Ansatz zum Prototyping paralleler Algorithmen in der mengen-orientierten Sprache ProSet entworfen und implementiert. Das Ziel dieses Ansatzes ist es, das Prototyping von parallelen Algorithmen durch die Bereitstellung von Konstrukten mit hohem Niveau zur expliziten Parallelprogrammierung zu erleichtern.

In ProSet wird das Konzept der Prozeßkreation durch Multilisp's Futures auf die mengen-orientierte Programmierung zugeschnitten und mit dem Konzept zur Koordination durch Linda's Tupelräume kombiniert. Linda ist eine Koordinationssprache, die ein flexibles Konzept zur Synchronisation und Kommunikation durch sogenannte Tupelräume bietet. Diese Tupelräume sind virtuelle gemeinsame Datenräume, über die die Prozesse kommunizieren. Synchronisation und Kommunikation erfolgen in ProSet-Linda durch das Einfügen, Entfernen, Lesen und durch unteilbares Ändern von einzelnen Tupeln im Tupelraum.

Der präsentierte Ansatz zum Entwurf und zur Implementation von ProSet-Linda basiert auf dem Einsatz der formalen Spezifikationssprache Object-Z und der Prototyping-Sprache ProSet selbst.

(Erschienen im Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 1994, ISBN 3-86064-202-2)


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