Allgemeine Hinweise für Teilnehmer an Seminaren

Udo Kelter
Praktische Informatik, Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
Universität Siegen, 57068 Siegen
kelter@informatik.uni-siegen.de

April 2003


Inhalt

Zusammenfassung:

Dieses Papier wendet sich an Studenten, die zum ersten Mal an einem (Pro- oder Haupt-) Seminar1 teilnehmen und die noch keine Erfahrung in der Vorbereitung von Seminarvorträgen haben. Vermittelt werden grundlegende Informationen zum Ablauf eines Seminars und den Arbeitsmethoden bei der Vorbereitung eines Seminars.


1 Motivation und Einordnung

Dieses Papier wendet sich vor allem an Studenten, die an der Fachgruppe Praktische Informatik an einem Seminar teilnehmen, bisher aber noch keine oder nur wenig Erfahrung bei der Vorbereitung von Seminaren haben und denen daher gewisse handwerkliche Fähigkeiten fehlen, die die Vorbereitung von Seminaren sehr erleichtern. Diese handwerklichen Fähigkeiten sind relativ unabhängig vom vorzutragenden Stoff. Dieses Papier gibt nur eine Einführung in diese Themen. Gegebenenfalls sollte man weitere ausführlichere Literatur hinzuziehen.

2 Lernziele eines Seminars

Teilnehmer an einem Seminar sollen im einzelnen folgende Leistungen erbringen:

Die erfolgreiche Teilnahme am Seminar wird nur dann bescheinigt, wenn alle drei Teilleistungen erbracht worden sind. Insb. wird bei unentschuldigtem Fehlen bei den Vorträgen keine erfolgreiche Teilnahme bescheinigt.
Ferner muß jeder Teilnehmer schriftlich versichern, die Texte selbst verfaßt und Zitate als solche kenntlich gemacht zu haben.

Ein Seminar verfolgt mehrere Lernziele, die sich zum Teil qualitativ von den Lernzielen von Vorlesungen, Übungen oder Praktika unterscheiden:

  1. Die Fähigkeit, vor einem Fachpublikum einen Vortrag zu einem wissenschaftlichen Thema abzuhalten, gehört zur Grundausbildung jedes Akademikers. Hierbei spielen eine Reihe von didaktischen Aspekten eine wesentliche Rolle, die ansonsten nicht im Studium vermittelt werden.

    Besonders lehrreich sind die (gelegentlich zu beobachtenden) Schwächen in den Vorträgen der anderen Seminarteilnehmer.

  2. Wesentlich an einem Seminar ist die Teilnahme an den Diskussionen zu den Vorträgen. Hier ist die Rolle des Vortragenden und des Zuhörer zu unterscheiden.

    Bei Diskussionsbeiträgen von Zuhörern wird es sich in vielen Fällen um bloßes Nachfragen nach Fakten handeln. Die Zuhörer sollen hierbei einüben, gezielt solche Fragen zu stellen, die ihre Verständnisschwierigkeiten am effizientesten beheben. Die eigentlich interessanteren Diskussionsbeiträge von Zuhörern bestehen darin, dem Vorgetragenen z.B. eigene Erfahrungen gegenüberzustellen, die aus dem eigenen Vortrag oder beruflichen Erfahrungen stammen können, und so das dynamische, der Situation angepaßte Erklären von Sachverhalten einzuüben.

    Als Vortragender soll man lernen, die Fragen von Zuhörern richtig aufzufassen und natürlich ad hoc in der Vortragssituation eine brauchbare Antwort in verständlicher Form zu liefern. Dabei sollten kritische Bemerkungen zum Stoff des Vortrags nicht als persönliche Kritik aufgefaßt werden, da der Vortragsstoff i.d.R. von anderen Autoren stammt.

  3. Die im Rahmen des Seminars zu erstellende Ausarbeitung des Vortrags kann man als eine kleine Generalprobe für die spätere Diplomarbeit ansehen, bei der das Planen und Strukturieren eines Textes geübt werden kann.

  4. Ein ganz wesentliches Lernziel eines Seminars ist das selbständige Erarbeiten von Stoff anhand von Originalliteratur, insbesondere von Artikeln in Tagungsbänden von wissenschaftlichen Konferenzen bzw. Zeitschriften. Diese Fähigkeit wird häufig im Rahmen der Diplomarbeit sowie oft später im Berufsleben benötigt. Die hier zu erwerbenden Fähigkeiten sind auch weitgehend unabhängig von einem konkreten Stoff. Sie umfassen vor allem die Benutzung von wissenschaftlichen Bibliotheken und das Lesen von englischer Originalliteratur.

  5. Ein weiteres Ziel ist Erfahrung im Erschließen zusätzlicher Quellen. Im einfachsten Fall sind in einem vorgegebenen Artikel Referenzen angegeben, von denen die eine oder andere lesenswert erscheint. Hier muß nur noch eine Kopie der Quelle besorgt werden.

    Darüber hinaus muß manchmal generell nach Quellen zu einem bestimmten Thema gesucht werden. Hierzu sollte gelernt werden, wo die wichtigsten einschlägigen Datenbanken zu finden sind und wie man sie benutzt.

  6. Der Umfang eines Seminars wird üblicherweise mit 2 Semesterwochenstunden angesetzt, entsprechend etwa 12 - 14 Terminen. Pro Termin ist Zeit für einen Vortrag von ca. 60 Minuten zzgl. Zeit für Diskussionen.

Aus dem vorstehenden ergibt sich, daß Seminare mit weniger als ca. 8 Teilnehmern nicht sinnvoll sind, da bei einer zu kleinen Teilnehmerzahl praktisch alle vorstehenden Ziele nicht erreicht werden.


2.1 Proseminare und (Haupt-) Seminare

Proseminare sind Teil des Grundstudiums und zielen vor allem auf die drei ersten und das fünfte der vorgenannten Ziele. Man sollte im 3. oder 4. Fachsemester daran teilnehmen; das fachliche Anspruchsniveau der Vorträge ist deutlich geringer als bei Hauptseminaren, da nur die ersten 2 bzw. 3 Fachsemester vorausgesetzt werden können.

(Haupt-) Seminare sind Teil des Hauptstudiums: hier verschiebt sich das Gewicht auf die drei letzten vorgenannten Ziele. Üblicherweise behandeln (Haupt-) Seminare speziellere bzw. vertiefende Themen und entsprechen daher bzgl. des vermittelten Stoffs einer Spezialvorlesung von ca. 2 SWS. Deshalb wird oft auch eine grundlegende Lehrveranstaltung des Hauptstudiums (zumindest ein Kernfach, oft zusätzlich eine darauf aufbauende Vorlesung) vorausgesetzt. Hauptseminare werden daher am besten ab dem 6. oder 7. Fachsemester besucht.


2.2 Plagiate

Innerhalb der Ausarbeitung des Vortrags sind wörtliche Zitate anderer Quellen erlaubt, solange deren Gesamtumfang gering bleibt (maximal 5 % des Textes) und sofern die zitierten Stellen mit Quellenangaben kenntlich gemacht werden.

Wesentliche Lernziele eines Seminars werden nicht erreicht, wenn einfach lange Textpassagen aus anderen Quellen zusammenkopiert werden. Sofern Zitate entgegen der Kennzeichnungspflicht nicht kenntlich gemacht werden und dieses Texte fälschlich als eigene Arbeitsergebnisse dargestellt werden, liegt ein Täuschungsversuch vor. Alle neueren Prüfungsordnungen des Fachbereichs legen daher fest, daß Seminarteilnehmer folgende Erklärung abgeben müssen:

Hiermit versichere ich, daß ich die Ausarbeitung zum Thema ........ selbständig verfaßt, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und Zitate kenntlich gemacht habe.

Falschangaben können von der Universität Siegen mit Bußgeldern bis zu 500 Euro, die als Vorstrafen gelten, geahndet werden. Außerdem ist in solchen Fällen der Seminarschein nicht auszustellen; sofern die Täuschung während des Studiums oder innerhalb von fünf Jahren nach Ausstellung des Abschlußzeugnisses entdeckt wird, ist gemäß den Einheitlichen Regelungen für Prüfungsordnungen der Leistungsnachweis einzuziehen und ggf. die betroffene Abschlußprüfung insgesamt für nicht bestanden zu erklären, der verliehene akademische Grad abzuerkennen und die entsprechende Urkunde einzuziehen.

Um eine ggf. automatisierte Suche nach Plagiaten zu vereinfachen, wird zugleich verlangt, die Ausarbeitung in Form einer PDF-Datei (mit deaktiviertem Kopierschutz) abzuliefern.


3 Organisatorischer Rahmen

Die Vorbereitung und Durchführung eines Seminars verläuft typischerweise in folgenden wesentlichen Schritten:

  1. Zu Semesterbeginn werden die Themen vergeben. Pro Teilnehmer ist ein Thema zu wählen. Gemeinsame Vorträge mehrerer Studenten werden generell nicht vergeben, da jeder Teilnehmer alle vorbereitenden Tätigkeiten selbst durchführen soll und eine qualitative Arbeitsteilung den Lernzielen widerspricht. Eine quantitative Arbeitsteilung ist nicht nötig, da der Stoffumfang schon durch die Veranstalter hinreichend begrenzt wird.

  2. Nach der Themenvergabe folgt eine erste Phase des Lesens von Literatur mit anschließender Stoffauswahl und einem Entwurf des Seminarvortrags. Der Entwurf ist etwa fünf bis sechs Wochen nach der Themenvergabe inklusive einem Entwurf der Vortragsfolien bei den Veranstaltern einzureichen.

  3. Der Entwurf kommt nach ca. ein bis zwei Wochen mit dem Betreuer besprochen, wonach ggf. eine Überarbeitung des Entwurfs erforderlich wird. Meist sind keine größeren Änderungen erforderlich. Nach Abnahme des Entwurfs liegt die Grobstruktur des Vortrags und der Ausarbeitung weitgehend fest.

  4. In der nun folgenden Phase wird der Vortrag im Detail geplant und die Ausarbeitung in der Endform erstellt. Da die Vortragsausarbeitungen bereits vor dem Seminarvortrag verteilt werden sollen, müssen sie ca. eine Woche vorher in der endgültigen, kopierfertigen Form bei den Betreuern eingehen.

  5. Das eigentliche Seminar kann in wöchentlicher Folge zu einem festen Termin oder als Kompaktveranstaltung innerhalb von ca. zwei Tagen stattfinden.

4 Aufwand und Zeitplanung

Der Arbeitsaufwand für ein Seminar variiert je nach Vorkenntnissen im Themengebiet und nach der Routine im Vorbereiten von Vorträgen zwischen 50 und 200 Stunden. Die Arbeitszeiten sind innerhalb des oben erwähnten Rahmens zum Teil verschiebbar, sollten aber insgesamt nicht unterschätzt werden.

In den neueren Studiengängen werden für Veranstaltungen Leistungspunkte (LP) vergeben. Die Leistungspunkte messen in etwa den Arbeitsaufwand für die Veranstaltung. 1 LP entspricht ca. 30 Arbeitsstunden. Im Studiengang Angewandte Informatik werden 4 LP für ein Proseminar bzw. Seminar vergeben; ein Arbeitsaufwand von 120 wäre somit normaler Durchschnitt.

Diese Gesamtzeit wird in etwa wie folgt aufzuteilen sein:


5 h
Besprechungen
5 h
allgemeine Informationen, incl. Lesen dieses Papiers
60 h
Lesen von Originalliteratur, inhaltliche Vorbereitung des Vortrags, Materialsammlung und -Sichtung,

Literaturrecherchen

5 h
Erstellung eines Entwurfs
10 h
Erstellung von Folien
15 h
Erstellung der Ausarbeitung
15 h
Teilnahme an ca. 12 Vorträgen incl. Diskussion

In Vorträgen, in denen Werkzeuge oder Systeme vorgestellt werden, besteht die Materialsammlung i.w. darin, das System kennenzulernen und Unterlagen über das System zu besorgen und zu lesen.

Den vorstehenden Arbeitszeiten liegen bestimmte Annahme des Zeitaufwands pro Umfangseinheit zugrunde. Als sehr grobe Richtschnur können folgende Zeiten gelten:

Der Aufwand hängt natürlich auch mit der erzielten Qualität und der Erfahrung zusammen; speziell Teilnehmer an Proseminaren sollten davon ausgehen, daß sie für einen Vortrag von guter bis mittlerer Qualität diese Zeiten nicht wesentlich unterschreiten können.

Auf jeden Fall sollte für die Teilnahme an einem Seminar ein entsprechendes Zeitbudget eingeplant werden.


5 Inhaltliche Einarbeitung

In einem Seminarvortrag soll ein bestimmter Inhalt reproduziert werden. Dies bedingt natürlich, den entsprechenden Stoff vorher selbst verstanden zu haben. Ziel der Phase der Einarbeitung in den Stoff ist es daher, diesen zu verstehen, einzelne Details einzuordnen und deren Wichtigkeit einschätzen zu können, speziell auch im Hinblick auf die spätere Stoffauswahl.


Der vorgegebene Inhalt des Vortrags wird im wesentlichen definiert durch zwei bis vier Literaturangaben speziell für diesen Vortrag. Neben den speziellen Quellen für einen Vortrag werden für ein Seminar oft mehrere allgemeine Artikel bzw. Bücher angegeben, die einführendes Material enthalten oder Übersichten über ein Themengebiet geben. Ferner liegt i.d.R. eine kurze Beschreibung des Vortrags vor. Bei Unklarheiten über den Inhalt des Vortrags sollte man sich nicht scheuen, beim Betreuer nachzufragen.

5.0.0.1 Zusätzliche Literatur.

Zu der vorgegebenen Literatur sollte jeder Seminarteilnehmer bei Bedarf weitere Quellen hinzuziehen, wenn z.B. gewisse Details aus der bisher vorhandenen Literatur nicht ausreichend klar werden. Als zusätzliche Literatur kommen vor allem in Frage:

Für das Suchen nach Literatur zu bestimmten Stichworten oder Themen stellt die Universitätsbibliothek Services zur Verfügung, speziell den on-line Katalog OPAC und die Literaturdatenbank INSPEC. Daneben sind im WWW Datenbanken und Übersichten zu vielen Themen verfügbar; Hinweise sind vom jeweiligen Betreuer zu erfragen.


Originalliteratur, also Artikel in Konferenzbänden oder wissenschaftlichen Zeitschriften unterscheiden sich ganz erheblich von den Lehrbüchern oder sonstigen Lehrtexten. Aus hier nicht weiter zu diskutierenden Gründen ist die didaktische Qualität solcher Literatur oft wesentlich schlechter als die von Lehrtexten. Hinzu kommt das für Anfänger oftmals ungewohnte Englisch. Die Probleme mit dem Englisch lassen sich nur durch intensives Benutzen von Lexika oder anderen Hilfsmitteln oder durch Rückfragen bei Personen mit besseren Englischkenntnissen beheben. Es sei an dieser Stelle davor gewarnt, daß oftmals Begriffe aus dem Englischen innerhalb von Papieren mit einer sehr speziellen, nur für dieses Papier gültigen Bedeutung benutzt werden und deren Bedeutung aus dem Kontext dieses Papiers erschlossen werden muß.

5.0.0.2 Lesetechnik.

Als erstes stellt sich die Frage, welche Quellen in welcher Reihenfolge durchgearbeitet werden sollen. Generell sollte man zuerst einführende Artikel bzw. Übersichten lesen, danach erst speziellere Artikel. Ggf. sollte man noch einmal in Lehrbücher oder Kurse hineinsehen; dies kann auch später punktuell geschehen, um einzelne Wissenslücken aufzufrischen. Ziel der Lektüre der einführenden Literatur ist es, für das Gebiet, in dem der Vortrag liegt, die wesentlichen allgemeinen Begriffe, die Problemstellungen und entsprechende Lösungsansätze kennenzulernen, um den Inhalt des Vortrags entsprechend einordnen zu können. Erst vor einem solchen Hintergrund sollte die speziellere Literatur zu einem Seminarvortrag gelesen werden.


Die nächste Frage ist die, wie nun einzelne Artikel gelesen werden sollen. In fast allen Fällen ist es falsch, einen Artikel sequentiell von vorne bis hinten durchzulesen. Stattdessen sollte besser nach der nachfolgend beschriebenen 4-Schritt-Methode vorgegangen werden. Da allerdings der Prozeß des Verstehens und Aufnehmens von Informationen individuell recht verschieden ist, sollte man diese Methode nach Bedarf und den individuellen Vorlieben variieren.


Bevor man überhaupt mit der Lektüre beginnt, sollte man sich klar machen, warum man einen bestimmten Text lesen will und was man aus diesem Text erfahren bzw. lernen möchte. Hierzu ein Beispiel: Wenn in einem Seminarvortrag z.B. ein System X vorgestellt werden soll, besteht eines der ersten Ziele darin, sich eine Übersicht über das System X zu verschaffen, ohne sich bereits verfrüht mit Details zu befassen. Sie suchen also ganz gezielt nach Texten bzw. Textstellen, die Ihnen diese Information liefern.


Mit jeder einzelnen Quelle und ggf. mit einzelnen Kapiteln in umfangreichen Werken wird nun wie folgt verfahren:

  1. Schritt 1 besteht darin, eine Quelle zunächst zu sichten und einen groben Überblick zu gewinnen. Ziel ist herauszufinden, an welchen Adressatenkreis sich die Quelle wendet, welche Vorkenntnisse vorausgesetzt werden und was in der Quelle vorgestellt wird. Hierzu sollte man die Zusammenfassung durchlesen, evtl. eine Liste von Schlüsselworten, die Kapitelüberschriften, evtl. Teile der Einleitung oder eines Kapitels mit Überschrift ``Motivation'', ggf. am Ende des Textes eine Zusammenfassung oder einen Ausblick, nicht aber die inneren Teile des Textes. Diese Einordnung bzw. Übersicht sollte auf alle Fälle sofort aufgeschrieben werden und kann später dazu verwendet werden, ein kommentiertes Literaturverzeichnis zu erstellen.

  2. Schritt 2 besteht darin zu entscheiden, ob dieser Text überhaupt gelesen werden soll bzw. welche Teile genau durchgesehen werden sollen oder ob der Text zunächst zurückzustellen ist, falls z.B. gewisse Vorkenntnisse noch zu erwerben sind oder weil er im Moment keinen nützlichen Beitrag zur Lösung der aktuellen Fragestellungen liefert.

  3. In Schritt 3 werden nunmehr die Teile des Textes, die intensiv gelesen werden sollen, durchgearbeitet. Hierbei sollten gleich Notizen angelegt werden. Beispielsweise sollten wesentliche Denkansätze, Definitionen oder Zusammenhänge sofort notiert werden. Es ist ganz wesentlich, diese mit eigenen Worten wiederzugeben und nicht nur im Text einzelne Passagen zu markieren oder zu unterstreichen. Die Notizen sollten am besten auf Karteikarten oder Zetteln2 untergebracht werden, die später relativ leicht nach bestimmten anderen Kriterien sortiert werden können. Sie bilden hinterher die wesentliche Basis für die Endversion des Vortrags.

  4. Nach dem Lesen und Ansammeln von Detailnotizen sollten im 4. Schritt noch einmal alle Notizen durchgesehen werden und es sollte eine Übersicht erstellt werden, wobei insbesondere die großen Linien und Denkzusammenhänge des Textes klargestellt werden sollten. Auch hierzu können eigene Notizen angelegt werden. An dieser Stelle sollte auch eine erste Bewertung erfolgen, welche Details wesentlich und welche unwesentlich sind.


Es ist ganz wesentlich alle ``Lesefrüchte'' immer sofort zu sichern, indem Notizen angelegt werden. Diese bilden später eine außerordentlich hilfreiche Gedächtnisstütze. Für die physische und logische Organisation der Notizen sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, unter denen jeder nach seinen eigenen Vorlieben auswählen muß.


6 Der Vortragsentwurf

Zunächst einmal ist es ganz wichtig zu erkennen, daß zwischen dem Text der Ausarbeitung und dem während des Vortrags gesprochenen Text ein ganz erheblicher Unterschied besteht. Zweck der Ausarbeitung ist, den Seminarteilnehmern ein späteres, unter Umständen gezieltes Nachlesen des Vortragsinhalts zu ermöglichen, oder noch einmal den kompletten Text als Lehrtext sequentiell lesen zu können. Der Vortrag muß hingegen von den Zuhörern sozusagen in Realzeit verarbeitet werden können. Dies bedeutet z.B., daß man im Vortrag unter Umständen Teile, die man z.B. vor zwanzig Minuten schon einmal erklärt hat, noch einmal kurz wiederholen muß, während in der Ausarbeitung ein kurzer Hinweis auf ein früheres Kapitel genügen würde, zu dem der Leser dann ja ggf. zurückblättern kann. Auch stilistisch werden sich die Ausarbeitung und der Vortrag typischerweise deutlich unterscheiden. Im Vortrag wird man z.B. lange, verschachtelte Sätze vermeiden.


Der Stoffinhalt von Ausarbeitung und Vortrag soll in etwa der gleiche sein. Tendenziell kann die Ausarbeitung ausführlicher sein, insbesondere sollten dort auch Hinweise auf weiterführende Literatur erscheinen. Allerdings soll die Ausarbeitung keine wesentlichen, im Vortrag nicht vorkommenden Inhalte enthalten.

6.0.0.1 Die Zuhörer.

Man sollte sich explizit darüber klar werden, welche Vorkenntnisse man bei den Zuhörern voraussetzt. Zunächst einmal ergeben sich aus der Allgemeinliteratur zu einem Seminar und aus den vorausgesetzten Lehrveranstaltungen bereits gewisse Grundkenntnisse, die man voraussetzen kann. Darüberhinaus verfügen oft viele Zuhörer bereits über recht umfangreiche und spezielle Kenntnisse aus ihrer beruflichen Erfahrung.


Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn in einem Seminarvortrag allgemein verbreitete Begriffe anders definiert werden als üblich, so daß leicht Mißverständnisse oder Fehlinterpretationen auftreten können. In diesem Fall sind entweder andere Bezeichnungen zu wählen oder man muß auf sonstige Weise gezielt Mißverständnissen vorbeugen.

6.0.0.2 Die Stoffmenge.

Die gesamte, für einen Vortrag zur Verfügung stehende Zeit beträgt normalerweise etwa 60-75 Minuten. Hiervon entfallen rund 10-20 Minuten auf Zwischenfragen und eine Abschlußdiskussion. Für das Wechseln der Folien oder sonstige organisatorische Tätigkeiten sind noch einmal einige Minuten abzuziehen, so daß netto rund 45-60 Minuten verbleiben.

6.0.0.3 Auswahl und Anordnung des zu präsentierenden Stoffes.

Anhand der Notizen beim Lesen der Quellen sind zunächst einmal die wichtigsten Begriffe, Thesen, Sätze usw. zusammenzustellen. Sodann ist über ihre inhaltliche Anordnung und die Reihenfolge ihrer Vorstellungen zu entscheiden. Oftmals tritt der Fall auf, daß mehrere komplexe, voneinander abhängende Begriffe einzuführen sind. In diesem Fall sollte man diese erst kurz und prägnant einführen, z.B. anhand eines kurzen Beispiels, und auf dieser Basis dann die einzelnen Begriffe ausführlicher diskutieren. Bei der Auswahl der vorzustellenden Begriffe und der Ausführlichkeit ihrer Darstellung ist die Erfahrung bzw. die Vorkenntnisse der Zuhörer mit zu berücksichtigen. Es sollte möglichst vermieden werden, die elementaren Begriffe, die ohnehin jeder kennt, noch einmal ausführlich vorzustellen. Ebenso sollten Überschneidungen mit vorangegangenen Vorträgen vermieden werden. Hierzu können Sie sich ggf. mit anderen Seminarteilnehmern in Verbindung setzen bzw. den Betreuer fragen. Wichtige Begriffe, Verfahren usw. sollten möglichst anhand eines Beispiels illustriert werden. Vorteilhaft ist es, wenn möglich, ein durchgehendes Beispiel im gesamten Vortrag zu verwenden.

6.1 Wichtige Eigenschaften eines Vortrags

6.1.0.1 Gliederung, Ordnung.

Der Vortrag sollte möglichst gut geordnet und übersichtlich aufgebaut sein. Hierbei lassen sich zwei Gesichtspunkte unterscheiden:

  1. Die dargebotenen Themen sollten folgerichtig aufeinander aufbauen und Informationen sollten in einer sinnvollen Reihenfolge dargeboten werden.

  2. Der Aufbau und die Gliederung sollten auch äußerlich sichtbar gemacht werden. Mittel hierzu sind insbesondere Überschriften, Bildung von Absätzen, Hervorhebungen oder Zusammenfassungen.

Beide Aspekte zielen daraufhin, daß der Leser bzw. Zuhörer die Übersicht behält, den roten Faden sieht und die aktuell dargebotenen Informationen richtig einordnen kann.

6.1.0.2 Prägnanz.

Der Text bzw. Sprachaufwand sollte in einem sinnvollen Verhältnis zur darin vermittelten Information und deren Wichtigkeit stehen. Zu vermeiden ist einerseits eine zu knappe, gedrängte Darstellung. Eine zu weitschweifige, ausführliche Darstellung kann u.a. dadurch entstehen, daß inhaltlich nicht unbedingt notwendige Einzelheiten, Zusatzinformationen oder Erläuterungen präsentiert werden oder daß weit ausgeholt oder vom Thema abgeschweift wird. Ferner können Formulierungen weitschweifig oder umständlich sein, Wiederholungen, Füllworte oder relativ leere Phrasen enthalten.

6.1.0.3 Zusätzliche Stimulanz.

Der Vortrag bzw. die Ausarbeitung können, müssen aber nicht unbedingt, zusätzliche anregende Zutaten enthalten, die beim Leser Interesse oder persönliche Anteilnahme hervorrufen sollen. Beispiele sind wörtliche Rede, Beispiele aus der Berufspraxis, direktes Ansprechen der Zuhörer bzw. Leser, witzige Formulierungen usw.


Mit zusätzlichen Stimulanzien sollte eher vorsichtig umgegangen werden. Sie gehen naturgemäß zu Lasten der Prägnanz. Ziel sollte es sein, den Text anregender, farbiger, abwechslungsreicher und persönlich ansprechender zu machen, wo er es noch nicht von sich aus ist.

6.2 Entwurf einer detaillierten Gliederung

Nachdem der zu präsentierende Stoff ausgewählt und angeordnet ist, ist eine detaillierte Gliederung zu erstellen, die typischerweise sowohl für die Ausarbeitung wie auch für den Vortrag verwendet werden kann. Ggf. sind zwei separate Gliederungen zu entwickeln. Zu jedem Abschnitt in der Gliederung ist sodann folgendes anzugeben:

  1. eine kurze Zusammenfassung, in der insbesondere wesentliche dort eingeführte Begriffe, vorgestellte Beispiele, Thesen, Sätze, Aussagen oder sonstige wesentliche Lernziele erwähnt werden. Für jeden Abschnitt sollten etwa 3 bis 6 Zeilen Text ausreichen. Die gesamte Gliederung mit den Zusammenfassungen der Abschnitte sollte maximal etwa 5 Seiten Text sein, minimal ca. 3 Seiten.

  2. eine ungefähre Schätzung des Zeitaufwands, der im Vortrag für diesen Punkt benötigt wird. Der Zeitaufwand sollte zwischen 3 und 5 Minuten liegen. Kleinere Abschnittes sollten möglichst zusammengelegt werden, größere geteilt werden.

Anhand des ersten Entwurfs dieser Gliederung sollte sodann geprüft werden, ob das Zeitlimit von 60 Minuten (besser 50 Minuten) eingehalten werden kann, ob der Stoff in der richtigen Reihenfolge präsentiert wird usw. Ggf. sollte man schon an dieser Stelle einen Probevortrag halten, um das Zeitlimit zu überprüfen. Der Entwurf der Gliederung muß dann ggf. mehrfach überarbeitet werden.

Parallel hierzu sollte eine etwa 20 Zeilen lange Zusammenfassung des Vortrags geschrieben werden.


Der Entwurf der Gliederung und der Zusammenfassung soll dann zusammen mit den Entwürfen der Folien an den Betreuer zur Kontrolle geschickt werden (s. Abschnitt 3). Auf keinen Fall sollte bereits hier eine vollständige Ausarbeitung erstellt werden.


7 Der Vortrag

Auf die Unterschiede zwischen den gesprochenen Texten eines Vortrags und einer Ausarbeitung wurde bereits oben hingewiesen. Die Ausarbeitung einfach nur herunterzulesen, gilt in der Informatik (im Gegensatz zu anderen Wissenschaften) als absolute Todsünde. Einige Regeln zur Gestaltung des Vortrags sind: Wichtige Sachverhalte sollten u.U. zweimal vorgestellt werden, z.B. mit unterschiedlichen Formulierungen oder aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Jeder größere Abschnitt sollte am Ende noch einmal zusammengefaßt werden, wobei die wichtigsten Punkte und die groben Linien noch einmal in Erinnerung gerufen werden sollen. Lange verschachtelte Sätze sind zu vermeiden.


Bei der Planung des Vortrags ist ebenfalls an die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer zu denken. So ist zum einen die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer je nach Tageszeit verschieden (z.B. gegen 10 Uhr Vormittag sehr gut, nach dem Mittagessen zwischen 14 und 15 Uhr hingegen meistens relativ schlecht). Während eines Vortrags kann man typischerweise beobachten, daß anfangs die Aufmerksamkeit relativ hoch ist (für ca. 5 bis 10 Minuten) danach eine Abschwächung eintritt und erst im weiteren Verlauf wieder eine höhere Aufmerksamkeit erreicht wird.

7.1 Zusammenwirken mehrerer Medien

Alle Vorträge sind prinzipiell immer mit Folien zu unterstützen. Es ist sehr wichtig, sich klarzumachen, daß optische Information normalerweise sehr viel intensiver aufgenommen wird als akustische. Hieraus ergeben sich mehrere Konsequenzen. Zum einen ist der Lerneffekt bei alleiniger akustischer Darbietung des Stoffs, also bei einem nur gesprochenen Vortrag, im allgemeinen nicht sehr gut. Zweitens ist es relativ sinnlos, optische und akustische Informationen miteinander konkurrieren zu lassen, d.h. z.B. Bilder oder Texte auf Folien aufzulegen und währenddessen über andere Themen vorzutragen. In der Regel dominiert die visuelle Information ganz eindeutig, so daß der gesprochene Text nach kürzester Zeit vergessen ist. Der beste Lernerfolg wird erzielt, wenn Information sowohl optisch wie auch akustisch präsentiert wird.

Die Zeit zum Lesen von Folien bzw. zum Erfassen von Bildern muß berücksichtigt werden. Als Daumenregel sollte jeder Text auf einer Folie vorgelesen werden und jedes Detail eines Bildes auf einer Folie erklärt werden. Optische Information, die nicht auf solche Weise noch einmal akustisch untermauert wird, sollte lieber weggelassen werden. Hieraus ergibt sich auch, daß es vollkommen sinnlos ist, Folien hektisch zu wechseln. Jede Folie sollte wenigstens etwa 30 Sekunden auf dem Projektor liegen bleiben.


Statt (vorgefertigter) Folien können auch Tafelanschriebe oder on-line-Projektionen mit einem Rechner eingesetzt werden. Tafelanschriebe entsprechen Folien, die während des Vortrags von Hand beschriftet bzw. bemalt werden, und Flip-Charts (letztere stehen an der Universität i.d.R. nicht zur Verfügung). Bei Tafelanschrieben ist vorab die Verfügbarkeit einer Tafel zu klären.

On-line-Projektionen sind vielfach nur aneinandergereihte Folien und dann eher von beschränktem Wert, da sie die optische Qualität von Folien nicht erreichen. Vielfach erzeugen die Projektoren nur einen schwachen Kontrast, das projizierte Bild ist meist wesentlich kleiner als bei Folien-Projektoren und die erreichbare Auflösung (z.B. 600 * 800 Punkte) um Größenordnungen schlechter als bei Folien, wodurch z.B. Texte schlecht lesbar werden können. On-line-Präsentationen bringen erst dann einen wirklichen Gewinn gegenüber Folien, wenn Bewegungselemente eingebaut werden; allerdings verursachen anspruchsvollere Präsentationen3 einen ganz erheblichen Aufwand.

Wir gehen daher im folgenden nur von Folien aus. Die folgenden Bemerkungen gelten aber auch analog für Tafelanschriebe.

7.2 Folien

7.2.0.1 Inhalt der Folien.

Die Folien sollten nur Stichworte bzw. kurze Sätze enthalten, z.B. wichtige Definitionen. Lange Textpassagen sollten vermieden werden, ebenso sehr komplexe Zeichnungen. Ggf. sollten Folien mit Beispielen mehrfach aufgelegt werden und dann stückweise erklärt werden.

7.2.0.2 Äußere Gestaltung der Folien.

  1. Am Rand sollten ca. 2 cm Platz freigelassen werden. Rechnen Sie damit, daß manche Projektoren die Fläche nicht gleichmäßig ausleuchten, insbesondere am Rand und in den Ecken.
  2. Wegen mangelnder Raumhöhe ist u.U. für die Zuhörer in den hinteren Teilen des Vortragsraums nur die obere Hälfte der projizierten Folien sichtbar. Dieses Problem kann dadurch gelöst werden, daß die Folie sukzessive auf dem Projektor nach oben geschoben wird. Vermieden werden sollten aber Folien, derer Inhalte als ganzer erkennbar sein muß.
  3. Die projizierte Folie muß aus einer Entfernung von 6 bis 7 Metern noch lesbar sein. Die Schrift auf der Originalfolie sollte etwa 16 - 24 Punkte groß sein. Auf gar keinen Fall sollte Schrift in einer Größe, die bei Briefen und Papieren üblich ist (10 - 12 Punkte), auf Folie aufkopiert werden. Insgesamt ergibt sich aufgrund der Schriftgröße, daß in der Regel nicht mehr als etwa 15 - 20 Zeilen auf einer Folie stehen sollten.

  4. Folien können sowohl mit Textsystemen erstellt (und aufkopiert) oder direkt mit Folienstiften von Hand beschriftet (sofern Sie eine lesbare Handschrift haben) werden. Handgeschriebene Folien sehen meist interessanter aus als mit Textsystemen erstellte. Manche Fehler (z.B. viel zu kleine Schrift) kann man mit handgeschriebenen Folien gar nicht erst machen.

  5. Verwenden Sie nur dunkle Farben. Helle Farben (z.B. gelb, rosa, hellgrün) sind projiziert praktisch nicht sichtbar.

  6. Verwenden Sie Farben, sofern die überhaupt Farben im Text verwenden, systematisch, z.B. schwarz für normalen Text, blau für Definitionen, rot für Beispiele.

  7. Schreiben Sie ggf. an den oberen Rand jeder Folie Namen und Nummer des gerade aktuellen Abschnitts, um den Zuhörern die Übersicht zu erleichtern.

7.3 Durchführung des Vortrags

  1. Schauen Sie beim Vortrag möglichst die Zuhörer an und nicht die Decke oder Ihre Füße. Zuhörer, die nicht angeschaut werden, haben oft das Gefühl, nicht angesprochen zu sein.

  2. Komplizierte Sachverhalte, z.B. Zeichnungen, können Sie eventuell auf einem Extrablatt an die Zuhörer verteilen. Da diese Zeichnungen normalerweise auch Teil der Ausarbeitung sein werden, können Sie ggf. auch auf die entsprechende Seite der Ausarbeitung verweisen.

  3. Zeigen Sie mit einem spitzen Gegenstand auf die Stelle der Folie, die Sie gerade besprechen. Es ist in der Regel günstiger, auf die an der Wand projizierte Fläche als auf die auf dem Projektor liegende Folie zu zeigen, denn dabei können Sie in einem kontrollieren, ob die Folie wirklich lesbar ist.


Halten Sie unbedingt vorher einen Probevortrag. Denn nur so können Sie ein Gefühl für die Zeit entwickeln, die Sie für Formulierungen oder für organisatorische Dinge, wie z.B. Folienwechsel, brauchen. Stellen Sie vor Beginn des Vortrags sicher, daß Sie genügend Platz neben dem Projektor zur Ablage der Folien haben.


8 Die Ausarbeitung

Auf den Zweck der Ausarbeitung wurde bereit oben hingewiesen. Generell sollte es Ihr Ziel sein, die Ausarbeitung so gut wie möglich sequentiell wie auch punktuell lesbar zu machen. Die folgenden Bemerkungen gehen daher nur noch auf einige eher mechanische Details ein.

8.0.0.1 Referenzen.

Alle benutzten Quellen sollen vollständig angegeben werden. Hierzu ist am Ende jeder Ausarbeitung eine nach Autorennamen alphabetisch sortierte Liste aller Quellen aufzuführen. Es gibt mehrere Konventionen, wie Literaturreferenzen notiert werden. Im folgenden finden Sie einige Anregungen. Wählen Sie sich selbst eine Konvention aus und wenden Sie sie einheitlich an. Anzugeben sind zu jeder Quelle:

Im Text sollen die Quellen anhand der Kürzel zitiert werden, indem das Kürzel in eckigen Klammern oder Schrägstrichen eingerahmt wird.

8.0.0.2 Zitate.

Längere Textpassagen, die Sie aus einer Quelle abgeschrieben haben, müssen als Zitate gekennzeichnet werden. Sie sind hierzu in Anführungszeichen zu setzen und die verwendete Quelle ist mit genauer Seitenangabe anzugeben.

8.0.0.3 Die Druckvorlagen.

Die Originale Ihrer Ausarbeitung sollten gut kopierbar sein.


Für das Format der Ausarbeitung gelten folgende Regeln:



Fußnoten

... Seminar1
Im Fachbereich 12 werden vielfach Veranstaltungen, die eigentlich Übungsgruppen sind, als Seminare bezeichnet. Dieses Papier versteht unter einem Seminar eine Veranstaltung, bei der jeder Teilnehmer anhand von Literaturvorgaben einen Vortrag hält und eine Ausarbeitung zum Vortrag anfertigt.
... Zetteln2
Rechnereinsatz ist in dieser Phase oft eher schädlich. Das Füllen von Dateien ist kein Ersatz für Denkarbeit!
... Präsentationen3
Der Anspruch hängt natürlich von Publikum ab. Präsentationen, bei denen die Stichworte immer schön vom linken Bildrand in die Mitte rutschen und später zerbröseln, sind z.B. sehr gut an das Anspruchsniveau von Grundschülern, die viele Zeichentrickfilme sehen, angepaßt.


Kommentare und Fragen bitte an Udo Kelter, Fachgruppe Praktische Informatik, FB 12, Univ. Siegen,