28.5.2004 FAZ FAZ *) Schulbuchverleger Klett für bewährte Rechtschreibung igl. FRANKFURT, 27. Mai. Die deutschen Schulbuchverleger sperren sich nicht grundsätzlich gegen die Rückkehr zu den bewährten Regeln der deutschen Rechtschreibung. Das hat der Verleger Michael Klett, Vorstandsvorsitzender der traditionsreichen Klett-Gruppe, dieser Zeitung gesagt. Während viele belletristische Verlage nach wie vor der bewährten Rechtschreibung folgen, sind Schulbuchverlage gezwungen, sich den neuen Regeln zu unterwerfen. Klett sieht sich in der Zwickmühle zwischen seinem kulturellem Gewissen, das ihm sage, wie unnötig und unsinnig diese sogenannte Reform ist, und den Zwängen, denen er als Verleger ausgesetzt ist. Das von den Reformbefürwortern häufig benutzte Argument, die Rückkehr zur bewährten Rechtschreibung verursache erhebliche Kosten und sei vor allem den Schulbuchverlagen nicht zuzumuten, weist Klett als Instrumentalisierung zurück. Er halte die Rückkehr ohne weiteres für möglich. Auf Dauer, so Klett, werde kein Deutscher das orthographische Chaos der Reform aushalten. (Siehe Feuilleton, S. 38)