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Udo Kelter
- Praktische Informatik /
Softwaretechnik
- Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
- Universität - GH - Siegen
- Hölderlinstr. 3
- D-57068 Siegen
- Germany
Raum : H-C 8323
Tel.: +49-271-740-2611- Fax : +49-271-740-2610
e-Post: kelter@informatik.uni-siegen.de
- www: http://pi.informatik.uni-siegen.de/kelter
s. Arbeitsgebiete der Fachgruppe Praktische
Informatik
Hinweise für Interessenten an einer Promotion:
Älteres Informationsmaterial über die Studienangebote des
Fachbereichs (aktuelles Material findet sich auf
der neu gestalteten WWW-Seite des FB12
http://www.fb12.uni-siegen.de):
Hinweis: die folgenden Papiere liegen
meist als Postscript-Datei vor. Die HTML-Versionen
wurden automatisch aus den zugrundeliegenden
Latex-Quellen abgeleitet; der hierzu benutzte
Konverter ist nicht ganz perfekt, das Resultat ist
aber noch halbwegs lesbar.
Studiengang Angewandte
Informatik:
Studiengang
Technische Informatik:
Studiengang Wirtschaftsinformatik:
Allgemeines:
- Das Konzept der Kernfächer; Kernfächer sind ein
zentraler Teil des Hauptstudiums der
Studiengänge Technische Informatik und
Wirtschaftsinformatik
- Postscript-Version (gzipped, 41 kB)
- HTML-Version (gzipped, 17 kB)
- Goldene Regeln für schlechtes HTML
- Goldene Hinweise für gute Rechtschreibung
- 2004-11-21, Deutsche BundestagGruppenantrag vom
21.11.2004 zur Rechtschreibreform
- 2004-05-28, FAZ Schulbuchverleger Klett
für bewährte Rechtschreibung
- 2004-05-28, FAZ Dieses Chaos hält kein Deutscher aus
-
Gespräch mit dem Verleger Michael Klett über die
Rechtschreibreform
- 2004-05-28, Aachener Zeitung Es hagelt nur so Appelle,
Proteste und Petitionen
- 2004-03-09, Man kann
nicht reformieren, was man nicht versteht
- Aus einer Anzeige des Oreos Verlags im
Okt. 2001 im Börsenblatt für den Deutschen
Buchhandel: Daß unsere geschriebene deutsche
Sprache seit einigen Jahren von einer
tiefgreifenden Krise erfaßt ist und daß die
vielen schönen, lebendig gewachsenen
sprachlichen Selbstverständlichkeiten, die
bisher jedes normal begabte Kind bald gelernt
hatte und jeder Erwachsene nicht anders kannte,
neuerdings seltsam gestelzten, teils
sinnentstellenden, auch optisch häßlichen und
oft sogar grammatikalisch falschen Wort- und
Schreibwendungen den Platz räumen, wird auch der
aufgeschlossenste und lernwilligste Mensch nicht
mehr verkennen. Es ist höchste Zeit, daß damit
Schluß gemacht wird. ..... Volltext
- Auszug aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (1 BvR
1640/97) zur Rechtschreibreform:
... Im
übrigen kann offenbleiben, ob das allgemeine
Freiheitsrecht des Art. 2 Abs. 1 GG oder das
allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG dem
Einzelnen einen Anspruch darauf gewährt,
weiterhin so schreiben zu dürfen, wie dies
bisheriger Übung der Schreibgemeinschaft
entspricht.
Denn jedenfalls würde in ein derartiges Recht
durch die dem Runderlaß des
schleswig-holsteinischen Kultusministeriums
zugrunde liegende Neuregelung der deutschen
Rechtschreibung nicht eingegriffen.
Soweit dieser Regelung rechtliche
Verbindlichkeit zukommt, ist diese auf den
Bereich der Schulen beschränkt.
Personen außerhalb dieses Bereichs sind
rechtlich nicht gehalten, die neuen
Rechtschreibregeln zu beachten und die
reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind
vielmehr frei, wie bisher zu schreiben.
(Anmerkung: Universitäten, Hochschulen und
Behörden sind m.E. keine Schulen im Sinne des
Urteils. Die Verfassungsmäßigkeit der
flächendeckenden, zwangsweisen Einführung einer
neuen Schriftsprache an Hochschulen und Behörden
ist durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts
nicht erwiesen, im Gegenteil geht das Urteil von
der Annahme aus, daß eine solche flächendeckende,
zwangsweise Einführung nicht
stattfindet.)
- Passend zum bisherigen Stil bei der
Durchsetzung der neuen Schriftsprache
fälscht der Dudenverlag offenbar in seinem
großen Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn
Bänden systematisch Quellen. Ausführlicher Artikel hierzu von Th. Ickler
-- noch ein Artikel aus der
Süddeutschen Zeitung vom 4./5. März 2000
Als Wissenschaftler kann ich persönlich
diese Fälschungen nur anprangern und auf das
Schärfste mißbilligen!
- Die neue deutsche Schriftsprache wird ja
auch als SS-Deutsch bezeichnet, und zwar nicht
nur wegen der auffälligen SS-Schreibungen,
sondern auch, weil sie weitgehend einer von den
Nazionalsozialisten geplanten Sprachumstellung
entspricht. Eine ausführliche Untersuchung
dieses Themas findet sich in dem Buch: Hanno
Birken-Bertsch, Reinhard Markner
Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein
Kapitel aus der politischen Geschichte der
deutschen Sprache, Wallstein-Verlag, Göttingen
2000, 136 Seiten, ISBN: 3-89244-450-1 (s. auch
Zeitungsartikel zu
diesem Buch, die am 2.10.2000 in der FAZ
bzw. Süddeutschen und am 4.10.2000 in der Welt
erschienen). Das Buch zeigt u.a., daß bestimmte
Elemente der neuen Schriftsprache faschistischem
Gedankengut entsprechen, z.B. reflektiert die
Trennung nach Sprechsilben das ideologische
Konzept, daß die geschriebene Sprache
zweitrangig gegenüber der gesprochenen Sprache
sein soll (man denke hier an die Führerreden,
die als geschriebener Text sicherlich nicht
annähernd die gleiche Wirkung erzielt hätten).
Diese - zu den bestgehüteten Geheimnissen der
Sprachumstellung gehörenden - Zusammenhänge
erklären, warum manche Antifaschisten äußerst
allergisch auf die neue deutsche Schriftsprache
reagieren.
- Als Vorteil der neuen Schriftsprache wird
vielfach angegeben, daß Schüler signifikant
weniger Fehler machen; vielfach werden pauschal
und ohne Nachweis Reduktionen um 50 % angegeben.
Die erste und bisher offenbar einzige seriöse,
wissenschaftlichen Maßstäben genügende
Untersuchung zeigt für die ss/ß-Schreibung, den
am häufigsten auftretenden Bereich der
Sprachumstellung, daß im Gegenteil
signifikant mehr Fehler gemacht werden.
Studie des Erziehungswissenschaftlers Harald
Marx an der Universität Bielefeld
- Einen hochinteressanten Einblick in die
verdeckte, demokratische Prinzipien mißachtende
Arbeitsweise der Rechtschreibkommissionen gibt
der Artikel
"Rechtschreibreform I: Von der Amtshilfe zum
Protest" von Horst Haider Munske (PDF-Version). Der Artikel erklärt, wieso
die neuen Rechtschreibungen derart viele
technische Defizite aufweisen, warum sehr viele
Defizite erst entdeckt wurden, nachdem die neue
Rechtschreibung gemäß 1996er Duden in Schulen
und Behörde angeordnet worden waren, und warum
mittelfristig eine Rücknahme von wesentlichen
Teilen der Reform unvermeidlich erscheint bzw.
schon eingetreten ist.
- Kommentare zum Urteil des
Bundesverfassungsgerichts
- viele weitere Informationen zur neuen
Schriftsprache
- Argumente zur Rechtschreibreform
- Linksammlung zur Rechtschreibreform
- Die Sprachumstellung liefert teilweise
ausgezeichnetes Anschauungsmaterial für die
Verständigungsschwierigkeiten zwischen
Informatikern und Anwendern
- Da eine einheitliche deutsche
Schriftsprache nicht mehr zu unserer
schnellebigen Zeit paßt, stehen mehrere
Varianten zur Auswahl (die Liste erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit; aus Platzgründen
können hier ohnehin nicht alle Privatsprachen
einzelner Verlage aufgelistet werden):
- Duden-Deutsch von 1996
- Bertelsmann-Deutsch von 1996
- Duden-Deutsch von 1998
(``Praxiswörterbuch'')
- das Deutsch der Nachrichtenagenturen von
1998/1999
- das Deutsch der Zeitschrift Die Zeit (1999)
- das Deutsch des Verlags Gruner und Jahr
(1999)
- Duden-Deutsch von 1999 (Großes Wörterbuch
der deutschen Sprache in zehn Bänden) [in der
die Reform bereits teilweise zurückgebaut worden
ist]
- Duden-Deutsch gemäß dem neuen
Rechtschreibduden vom 15.8.2000
- Deutsch gemäß den Reformvorschlägen im 3.
Bericht der vom ...2002 (``es tut mit
leid; es wird uns leidtun'')
- Deutsch gemäß dem gerade (Juni 2002) neu
erschienenen Wahrig (Bertelsmann)
- The Unofficial Smilie
Dictionary (Version von 1991)
- Interessantes zum Thema Recht und
Rechtsmißbrauch im Internet:
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