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Wagner, Robert: Inkrementelle Modellsynchronisation; Dissertation, Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Univ. Paderborn; 2009
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Deskriptoren: CVSM, graph transformation, model:heterogeneous

Abstract: Software wird immer komplexer. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und die Qualität von Software beständig zu. Die steigende Komplexität der Software stellt die Softwareentwicklung, die durch die Globalisierung der Märkte zudem unter einem hohen Kosten- und Zeitdruck stattfindet, vor immer größere Probleme.
Die modellbasierte Softwareentwicklung ist ein viel versprechender Ansatz, um den Problemen, die mit der steigenden Komplexität bei der Softwareentwicklung einhergehen, zu begegnen, die Softwarequalität zu erhöhen und gleichzeitig den Entwicklungsaufwand signifikant zu reduzieren. Hierzu wird ein Softwaresystem mit unterschiedlichen Modellen beschrieben. Die unterschiedlichen Modelle sind notwendig, um verschiedene Gesichtspunkte und Sichtweisen auf ein Softwaresystem adäquat zu beschreiben. Die verwendeten Modelle beruhen zwar häufig auf verschiedenen Formalismen mit unterschiedlichen Notationen und Konzepten, aber aufgrund der Tatsache, dass sie ein und dasselbe Softwaresystem beschreiben, überlappen sie sich in ihrem Informationsgehalt.
Ein Problem ist, dass diese Überlappungen zu widersprüchlichen Aussagen über das Softwaresystem führen können. Um ein fehlerfreies Softwaresystem zu erhalten, müssen die Widersprüche zwischen den Modellen beseitigt werden, das heißt, die Modelle müssen miteinander abgeglichen werden. Insbesondere bei großen und komplexen Modellen ist ein Abgleich von Hand aber nicht nur mühsam und fehleranfällig, sondern zeitaufwändig und damit auch unwirtschaftlich.
In dieser Arbeit wird ein Ansatz zur automatischen Modellsynchronisation vorgestellt. Die Modellsynchronisation gleicht in Beziehung stehende Modelle miteinander ab und löst damit vorhandene Widersprüche zwischen den Modellen auf. Die Modellsynchronisation kann dabei sowohl vollständig in einem einzigen Schritt, d.h., batch-artig, als auch Schritt für Schritt, d.h., inkrementell, durchgeführt werden. Damit ist dieser Ansatz auch für große Modelle geeignet.
Darüber hinaus werden in dieser Arbeit eine Methode und dazugehörige Softwarewerkzeuge zur modellbasierten und automatisierten Entwicklung von Modellsynchronisationswerkzeugen vorgestellt. Der in dieser Arbeit vorgestellte Ansatz ist dabei nicht auf die Modellsynchronisation beschränkt. Er eignet sich ebenso zur Modellintegration, Modelltransformation und Codegenerierung. Mit der prototypischen Realisierung der in dieser Arbeit dargestellten Konzepte konnte anhand verschiedener Beispiele und durchgeführter Leistungsmessungen gezeigt werden, dass die inkrementelle Modellsynchronisation auch bei großen Modellen effizient durchführbar ist.